| Häufig
gestellte Fragen zu New Forest LIFE III
F: Was ist LIFE?
A: L'Instrument financier pour L'environnement
(LIFE) ist ein europäischer Fonds, bei dem Organisationen
aus den Mitgliedstaaten Mittel für das Naturschutzmanagement
in Natura-2000-Gebieten beantragen können. Das Gebiet
„New Forest cSAC“ ist ein solches Gebiet. Zurück
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F: Was ist das LIFE-III-Projekt?
A: Das LIFE-III-Projekt ist der Nachfolger
des erfolgreich abgeschlossenen LIFE-II-Projekts. Im Rahmen
des LIFE-II-Projekts wurde ein Management-Plan für das
cSAC-Gebiet erstellt und wurden Maßnahmen entwickelt,
die auf die Entfernung nicht-einheimischer Arten (z.B. Rhododendron)
sowie auf die Entwicklung innovativer Verfahren zur Renaturierung
von Mooren abzielten. Das LIFE-II-Projekt machte deutlich,
dass jede Renaturierung von Feuchtgebieten und Flusslebensräumen
nicht als Renaturierung einzelner, isolierter Moorsysteme,
sondern vielmehr als Teil des hydrologischen Systems des gesamten
Flusseinzugsgebiets zu betrachten ist. Das LIFE-III-Projekt
soll Erkenntnisse über das hydrologische System der drei
Wassereinzugsgebiete im New Forest liefern. Das Projekt stellt
den Beginn eines Prozesses der Renaturierung mehrerer Feuchtgebiete
und Flusshabitate dar – mit dem Ziel, dass natürlichere
Prozesse diese Feuchtgebiete in ihren Funktionen unterstützen.
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F: Welche Organisationen sind am LIFE-III-Projekt
beteiligt?
A: Das LIFE-III-Projektteam ist eine Partnerschaft,
die sich aus Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen
zusammensetzt. Dem Team gehören die folgenden Partner
an:
Forestry Commission (FC)
Environment Agency (EA)
National Trust (NT)
English Nature (EN)
Hampshire County Council (HCC)
Royal Society for the Protection of Birds (RSPB)
Die Forestry Commission führt zusammen mit der EA die
meisten der praktischen Arbeiten im Gebiet durch. Die FC übernimmt
effektive Arbeiten in den Wald- und Ufergebieten, während
die EA für den Wasserlauf zuständig ist. Der NT
hat ebenfalls Arbeiten im Gebiet abzuschließen, während
EN und die RSPB eine Beratungs- und Überwachungsfunktion
übernehmen und der HCC als Projektmanager im Auftrag
der Europäischen Kommission fungiert. Zurück
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F: Warum werden diese Arbeiten durchgeführt?
A: Der New Forest umfasst ein komplexes
Mosaik von Lebensräumen für wildlebende Tiere und
Pflanzen, die in Westeuropa nur noch selten und in vereinzelten
Gebieten vorkommen. Der Wald beherbergt eines von nur vier
Moorwaldgebieten in Großbritannien, das aufgrund seiner
Größe und Struktur als europäische Priorität
eingestuft werden kann, sowie eines der wertvollsten von sechs
Gebieten mit sehr alten Auwäldern in Großbritannien.
1996 führte die Environment Agency eine Untersuchung
durch, bei der festgestellt wurde, dass sich der Zustand der
Flussbetten auf einer Gesamtlänge von über 100 km
verschlechtert hatte. Die am stärksten geschädigten
Flussabschnitte im New Forest haben ihre Fähigkeit zur
„Selbstheilung“ verloren – vor allem aufgrund
von menschlichen Einwirkungen, die bei einer Vielzahl von
Flussbetten zu tiefen Einschnitten und zu Begradigungen geführt
haben. Daraus ergaben sich nachteilige Auswirkungen auf die
an den Fluss angrenzenden und mit ihm in Verbindung stehenden
Waldlebensräume.
Die Environment Agency hat sowohl ökologische (Makroinvertebraten,
Fischgründe) als auch physikalische (geomorphologische,
topographische, hydrologische) Basisuntersuchungen durchgeführt,
um eine Momentaufnahme der aktuellen Situation zu erstellen.
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F: Welche Arbeiten werden durchgeführt?
A: Dieses Projekt setzt einen Prozess der
Renaturierung von 604 ha seltener Feuchthabitate in Gang,
einschließlich 261 ha Erlen-/Eschenwald, 18 ha Moorwald,
184 ha Moore und 141 ha Feuchtgrasland. Zu den Maßnahmen
gehören:
• Flussrenaturierungen: (siehe die unten beschriebene
Funktion der Environment Agency)
• Arbeiten in den „Ancient and Ornamental“-Waldgebieten:
Kappung von Stechpalmen, Entfernung nicht-einheimischer Arten
(Quercus laevis, Rhododendron, Gaultheria), erstmalige Kappungen
(Esche, Eiche, Buche).
• Inclosures: Fällen nicht-einheimischer Arten
an den Flusskorridoren, Entfernung von Hemlocktanne und Rhododendron,
Arbeiten zur Renaturierung des Moores. In einigen Habitaten
ist eine Beweidung erforderlich. An mehreren Stellen werden
Zäune umgeordnet, um dem Vieh von Commoners den Zugang
zu erleichtern.
• Wiesenflächen im New Forest: Das Projekt bietet
die Gelegenheit, dringend erforderliche Arbeiten an den Wiesenflächen
im New Forest durchzuführen – einschließlich
der Arbeiten am Buschwerk.
• Moore: Mit ähnlichen Verfahren wie beim LIFE-II-Projekt
werden Abläufe mit einer Kombination von Abraum, Heideballen
und Birkenreisig aufgefüllt, und in ausgewählten
Talmooren werden Sträucher entfernt. Diese Maßnahmen
dienen dem Erhalt der Wasserstände und der Vermeidung
einer weiteren Erosion dieser Lebensräume. Zurück
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F: Welche Rolle spielt dabei die Environment Agency?
A: Die Environment Agency ist im Rahmen
des Projekts für die Flussrenaturierung verantwortlich.
Die Flussrenaturierung konzentriert sich auf eine Länge
von 10 km der am stärksten beschädigten Abschnitte
des oberen Lymington River: die Flüsse Blackwater und
Highland Water.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, die natürlichen
Flussprozesse wiederherzustellen, die Rauheit des Flussbetts
zu erhöhen und die Nutzung der natürlichen Speicherkapazitäten
des Überschwemmungsgebiets zu optimieren, indem die Verbindung
zwischen dem Fluss und seinem Überschwemmungsgebiet wiederhergestellt
wird. Dadurch kann das Spitzenabflusswasser länger im
oberen Einzugsgebiet festgehalten werden, da das natürliche
Überschwemmungsgebiet wie ein Schwamm wirkt und das Wasser
nur langsam wieder freigibt.
Im Rahmen der Maßnahmen werden Verbindungen zwischen
alten Mäandern wiederhergestellt, wird Flussbettmaterial
zur Erhöhung der Rauheit und des Flussbettstands ausgetauscht
und werden Totholzdämme angelegt. Zurück
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F: Welche Ergebnisse werden erwartet?
A: Das Ergebnis wird ein langsamer fließendes,
natürlicheres Flusssystem sein, das die Möglichkeit
hat, sein Überschwemmungsgebiet zu überfluten. Dies
kommt den mit dem Fluss in Verbindung stehenden Feuchtgebieten
wie Au- und Moorwäldern zugute und trägt somit zur
Sicherung ihres Bestands bei.
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F: Werden die Maßnahmen Auswirkungen auf den
Hochwasserschutz haben?
A: Die Maßnahmen können positive
Auswirkungen auf die Hochwasserschutzsituation in stromabwärts
gelegenen Gebieten haben. Spitzenabflüsse werden reduziert,
da sie über einen längeren Zeitraum verteilt werden,
d.h. das Wasser braucht länger, um von der Quelle durch
das System zu fließen. Die Europäische Union ist
an diesem Aspekt des Projekts besonders interessiert, da es
eines der ersten Projekte darstellt, die Hochwassergefahren
an ihrem Ursprung bekämpfen. Zurück
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F: Wie werden die Schäden an den Flüssen
behoben?
A: Die Renaturierungsverfahren umfassen
verschiedene Maßnahmen:
• Anlegen von Totholzdämmen. Totholzdämme
sind natürliche Barrieren die im Wald entstehen, wenn
z.B. Bäume umstürzen. An diesen bleibt Treibholz
hängen, so dass sich nach und nach ein Damm bildet. Totholzdämme
erfüllen eine wichtige Funktion bei der Erhaltung der
Wasserstände in den angrenzenden Feuchtgebieten und verlangsamen
den Wasserfluss.
• Konstruktionsarbeiten zur Renaturierung und Verbindung
unverbundener Mänder. Viele der modifizierten Flussabschnitte
lassen noch den Verlauf früherer Flusswindungen erkennen.
Die Agency leitet das Wasser aus den heutigen „Entwässerungskanälen“
in diesen ursprünglichen Mänderverlauf zurück.
• Anlegung neuer Flussbetten, wo kein früheres
Flussbett erkennbar ist. Ihr Verlauf wird auf der Grundlage
anderer Hinweise und Informationen bestimmt.
• Erhöhung der Rauheit des Überschwemmungsgebiets,
indem dafür gesorgt wird, dass Holz auf dem Waldboden
verbleibt. Dadurch entsteht auch eine wichtige Holzquelle
für Totholzdämme.
• Erhöhung von Flussbetten mit ursprünglich
aus den Kanälen entferntem Aushub. Viele Flussufer sind
gesäumt von Wällen aus diesem Aushub. Zurück
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F: Wo werden die Arbeiten durchgeführt?
A: Die Arbeiten werden hauptsächlich
in den Einzugsgebieten des Lymington River, Avon Water und
Hampshire Avon durchgeführt. Zurück
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F: Wann werden die Arbeiten durchgeführt?
A: Die Arbeiten werden zeitlich so abgestimmt,
dass Bodenschäden minimiert und die Arbeiten vor Ort
möglichst nicht behindert werden. Generell werden Fällarbeiten
und Flussrenaturierungsarbeiten in den trockeneren Sommermonaten
durchgeführt, während die Arbeiten an den Wiesen,
innerhalb der „Ancient and Ornamental“-Waldgebiete
und in Fällgebieten in den Herbst- und Wintermonaten
vorgenommen werden.Zurück zum
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F: Auf welchen Empfehlungen beruhen die Arbeiten?
A: Für einige Routinearbeiten wurden
bereits Empfehlungen eingeholt und in die genehmigten A&O-
und Inclosure-Pläne aufgenommen. Die Partner werden sich
weiterhin mit etablierten Gruppen wie dem Open Forest Advisory
Committee (OFAC) und dem New Forest Committee beraten; es
wurde jedoch auch ein sog. Water Basin Management Forum eingerichtet,
das die Partner speziell in Bezug auf Aspekte des Projekts
beraten und anleiten soll. Diesem unabhängigen Forum
gehören Vertreter unterschiedlicher Interessengruppen
an, wie z.B. Besitzer von Weiderechten, Gemeinde- und Bezirksratsvertreter,
Vertreter akademischer Einrichtungen, mehrerer Natur- und
Umweltschutzorganisationen mit allgemeinen und spezifischeren
Interessen sowie lokaler Interessengruppen. Auch die Organisationen
der Projektpartnerschaft sind vertreten. Das Forum wird darüber
hinaus für die Entwicklung eines 10-jährigen Umsetzungsplans
für jedes Einzugsgebiet im New Forest Empfehlungen erteilen.
Dadurch wird ein Engagement für ein langfristiges Management
gewährleistet, bei dem die im Laufe des Projekts gesammelte
Erfahrung genutzt werden kann.
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F: Wie lange dauert das LIFE-III-Projekt?
A: Das Projekt dauert vier Jahre und wird
im Juni 2006 abgeschlossen.
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F: Wie wird die Öffentlichkeit über das
Projekt informiert?
A: Während der Dauer des Projekts wird
eine Reihe von Veranstaltungen abgehalten, die über die
Medien, die Kommunen, die Mitglieder des Water Basin Management
Forum sowie auf Plakaten und Broschüren im betreffenden
Gebiet angekündigt werden.
Ferner werden von den LIFE-III-Partnern regelmäßigPressemitteilungen
veröffentlicht, um die Öffentlichkeit über
den Fortgang des Projekts auf dem Laufenden zu halten.
Darüber hinaus werden die Informationen auf dieser Projektwebseite
veröffentlicht.
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